26 der 111 in Betrieb befindlichen Destillerien Schottlands tragen das Wort "Glen" im Namen. Es ist die englische Bezeichnung für ein Bergtal oder eine Niederung zwischen zwei Hügeln: Kein Wunder also, dass zahlreiche Destillerien in der Speyside-Region und den Highlands danach benannt sind.
Glenglassaugh liegt zwar in keinem Tal, dafür aber in einer Niederung, nur fünf Gehminuten von der "Sandend Bay" entfernt, die – wenn das kühle, windige und regenreiche Klima nicht wäre – fast mit einem tropischen Badestrand konkurrieren könnte. Malerisch zwischen Getreidefeldern eingebettet, wurde die Destillerie 1874 errichtet, 1908 stillgelegt, 1931 wiedereröffnet, 1936 erneut geschlossen und 1960 abermals wiedereröffnet. 1986 wurde der Brennereibetrieb ein bislang letztes Mal vom Schicksal eingeholt und eingestellt, diesmal bis zum Jahr 2008. Heutzutage gehört Glenglassaugh der Benriach Distillery an. Da die Spirituosen trotz der recht unbeständigen Geschichte in Ruhe reifen konnten, gehören die 30-, 40- und 51-jährigen Whiskys fest zum heutigen Sortiment.
Der Glenglassaugh Evolution ist dagegen ein relativ junger Whisky, der seine Jahre in erstbefüllten George Dickel Tennessee-Fässern (dabei handelt es sich um einen bourbon-artigen Whisky aus Amerika) verbrachte. Der vierfache Silbermedaillen-Gewinner kommt ohne Farbzusätze und Kühlfilterung aus.